Kleingartenverein Wohlfahrt e.V.

Garten von A-Z

Hinweise zu vielen wichtigen GartenthemenDSCN4425

  • Bauanträge

Für die folgenden Bauvorhaben sind zuvor Bauanträge an den Vorstand zu richten:

  • Laube
  • Laubenumbau oder -Anbau
  • überdachter Freisitz
  • Pergola,
  • Brüstung zu Pergola
  • Flächenpergola ohne Überdachung,
  • Brüstung zur Flächenpergola
  • Gewächshaus
  • Markise
  • Sichtschutzzaun
  • Stützmauer
  • freistehende Brüstung

Das Bauantragsformular (hier herunterladen) muss in vierfacher Ausfertigung mit folgenden Unterlagen (4-fach) eingereicht werden:
Lageplan: Maßstab 1:100, mit Maßangaben, bei Grenzabständen von weniger als 2m ist eine Einverständniserklärung (hier herunterladen) der Gartennachbarn erforderlich
Grundriss: 1:25 oder 1:50, mit Maßangaben
Ansichtskizze: 1:25 oder 1:50, mit Maßangaben
Materialangaben
Statikberechnung: nur bei Laubenneubau,
außer bei Typenlaube der Stadt Bochum

Versicherungen

  • Feuer-, Einbruch-, Diebstahl-, Vandalismus-, Glasbruch- und Sturmversicherung.
    Über den SECURITAS Kleingarten-Versicherungsdienst sind die Lauben und der Laubeninhalt versichert. Die Gebäudeversicherungssumme (einschl. Anbauten und Nebengebäuden) beläuft sich auf 5000 Euro,  die Lauben-Inhaltsversicherungssumme (einschließlich elektrischer und motorbetriebener Geräte) beträgt zur Zeit 2000 Euro.
    Für diese obligatorische Grundversicherung ist zur Zeit eine Prämie von Euro 30,00 pro Jahr zu entrichten, die mit der Jahresrechnung eingezogen wird. Für den Fall, dass Laube oder Inhalte einen höheren Wert darstellen als in der Grundversicherung veranschlagt, ist eine Höherversicherung abzuschließen.
    Schadenmeldungsformulare, und Merkblätter zum Versicherungsschutz können hier heruntergeladen werden
    Das Formular zur Schadensmeldung kann am PC ausgefüllt werden, jedoch nicht per Mail versendet werden. Bitte ausgefüllt beim Vereinsvorstand abgeben.

 

Gartentipps

  • Erdbeerpflanzung:
    Eine frühzeitige Pflanzung ist die beste Voraussetzung für eine gute Ernte. Der günstigste Pflanzzeitpunkt für Erdbeeren ist Ende Juli. Je später die Pflanzung erfolgt, desto geringer ist der Ertrag im Folgejahr. Vor der Pflanzung muß eine sorgfältige Bodenvorbereitung erfolgen. Zur Pflanzung sollten die Jungpflanzen mindesten drei Blätter besitzen und kräftig bewurzelt sein. Wichtig ist die richtige Pflanztiefe, pflanzt man zu tief und das Herz ist teilweise mit Erde überdeckt, entwickeln sich die Pflanzen zögernd. Zu hoch gepflanzte Jungpflanzen sind austrocknungsgefährdet. Die Pflanzung in Einzelreihe ist vorteilhafter weil sie besser Auch die Pflege der Einzelreihen ist leichter. Der Abstand zwischen den Pflanze zu Pflanze sollte ca. 0,25 m bis 0,35 m betragen. Pflege: Unmittelbar nach der Pflanzung werden die Pflanzen kräftig angegossen oder beregnet. Wichtig ist die Bewässerung in der 2 bis 3 Wochen nach der Pflanzung, besonders bei heißem Wetter. Zusätzlich ist Bewässerung in Trockenperioden sowie während der Fruchtentwicklung notwendig. Durch flaches Hacken werden die Erdbeeren unkrautfrei gehalten. Die mineralische Düngung erfolgt im Pflanzjahr, wenn die Pflanzen angewachsen sind und nach der Ernte des ersten Ertragsjahres.
  • Bohnen
    Heutzutage liefert der Samenhandel eine breite Palette grüner, gelber und sogar blauer Bohnen sowie rot gesprenkelte Sorten, die in Busch- und Stangenbohnen unterschieden werden. Beim Kauf der Sorten empfiehlt es sich, neben im Garten bewährtem Saatgut solches vorzuziehen, das gegen Brennfleckenkrankheit und Mosaikvirus resistent ist. Bei den gelben Sorten ist zu beachten, dass sie in der Kultur anspruchsvoller sind als die grünen. Buschbohnen gibt es seit neuerem auch als Züchtungen mit der Bezeichnung Gluckenbohnen, bei denen die Hülsen über dem Laub hängen und so die Ernte erleichtern. Busch- und Stangenbohnen gehören zu den wärmeliebenden Sorten, die erst kurz vor den Eisheiligen ab Mitte Mai gelegt werden und zum Keimen mindestens zehn Grad verlangen. Bei feuchten, kühlen Frühlingstemperaturen kommt es deshalb häufig zu Keimschwierigkeiten, und die Bohnen verfaulen im Boden. Dies lässt sich besonders in ungünstigen Lagen einfach durch eine spätere Aussaat (Folgesaaten können bei Buschbohnen bis Anfang Juli vorgenommen werden) oder durch eine Vorzucht vermeiden. Dafür kann man bereits Anfang bis Mitte Mai in Töpfchen oder Pikierschalen pro Gefäß vier bis fünf Bohnen legen und im Haus vorkeimen. Im Freiland wie in der Vorzucht ist immer zu bedenken, dass Bohnen „die Glocken läuten hören wollen“ und deshalb nur dementsprechend flach, etwa zwei Zentimeter, mit Erde bedeckt werden. Durch eine Vorzucht erspart man sich auch Schäden durch Vogelfraß und Maden der Bohnenfliege, die bereits unter der Erde die Keimblätter auffrisst und häufig in frisch gedüngtem Boden oder nach einer Vorkultur mit Spinat auftritt. Gutes Wässern sichert hohen Ertrag. Vorgezogene Bohnen bekommen dann nach dem Auflaufen einen Platz im Freiland, Buschbohnen in der Regel mit fünf bis sieben Pflänzchen horstweise in Reihen mit einem Abstand von 40 Zentimetern und Stangenbohnen an Gerüsten mit einem Reihenabstand von 80 Zentimetern sowie in der Reihe von 60 Zentimetern; pro Stange rechnet man acht Pflanzen. Auf weniger guten Böden, bei kälteren Klimabedingungen und Problemen mit Bohnenrost empfiehlt es sich, die robuste Feuerbohne als Stangenbohne anzubauen. Als geschmacklich gute Sorte ist „Desire“ besonders geeignet. Sie ist fadenlos und virusresistent. Zwischen den Bohnenreihen wird nach dem Auflaufen öfters gehackt und vor der Blüte etwas angehäufelt. Bei Trockenheit ist kontinuierlich zu gießen, da nur bei einer guten Wasserversorgung ein guter Ertrag gewährleistet ist. Bereits neun bis zehn Wochen nach der Aussaat können die ersten Hülsen geerntet werden.
  • Obstbaumschnitt
    Ohne Zweifel ist der richtige Obstbaumschnitt auch bei Kernobst jedes Jahr notwendig. Doch eine der wichtige Frage lautet: Ist denn der Winterschnitt wirklich der richtige Zeitpunkt, diese Obstgehölze zur gewünschten Form zu bringen.
    Kernobst- Jahresschnittkalender:
    Der Baumschnitt von Februar bis Knospenaufbruch
    Wenn der Wuchs des Baumes nur mäßig gefördert werden soll, ist dieser Zeitraum dafür genau richtig. Dichte Kronen können ausgelichtet und überalterte Fruchtäste entfernt werden. Wenn ein Baum umveredelt werden soll, kann die alte Krone in Februar abgesetzt werden. Es wird aber bei den Schnittmaßnahmen darauf geachtet, dass trockenes Wetter herrscht. Es kann bedenkenlos bis 0 Grad Celsius geschnitten werden. Schnitte müssen glatt sein und größere Schnittstellen müssen geglättet und mit Baumwachs oder Latex verstrichen werden. Letzteres gilt zu jeder Jahreszeit.
    Der Baumschnitt noch vor der Blüte
    Wenn die Knospen mit dem beginnenden Frühling aufgebrochen sind, entwickeln sie sich rasch zu Blättern und Blütenständen. Sie verbrauchen dabei die Reservestoffe, die in den Knospen eingelagert waren.
    Der Schnitt in der Vorblüte, der die Reserven für die Knospen einfach abschneidet, schwächt den Neutrieb von allen Schnittzeitpunkten am stärksten. Soll also der Wuchs stark gebremst werden, ist die Vorblütezeit für den Schnitt genau richtig. Ein mehrjähriger Baum, der stark wächst und nicht blüht, kann so zum Blühen angeregt werden. Die bessere Möglichkeit ist allerdings, die steilen, starken Triebe herunterzubinden.
    Der Baumschnitt zur- und nach der Blüte bis Mitte August
    Zu dieser Zeit entstehen die Neutriebe. Dabei sorgt der Spitzentrieb mit Hemmstoffen dafür, dass die Seitenknospen nur wenig austreiben und das Wuchsbild eines Baumes entsteht. Wird die Triebspitze entfernt, treiben die vorher unterdrückten Seitenknospen aus, der Baum verzweigt. Jeder Schnitteingriff wird mit dem Austrieb von Seitenknospen beantwortet. Dieser Schnitt wäre angebracht, wenn die Mittelachse des Baumes schlecht verzweigt. Doch Vorsicht: Der Schnitt zur oder kurz nach der Blüte führt dazu, dass besonders bei der Birne viele kleine Früchte abfallen. Ist das nicht gewünscht, sollte statt des Schnittes zu dieser Zeit besser der verkahlte steile Trieb herunter gebunden werden.
    Im Juli Können die noch nicht verholzten, steilen Triebe ausgerissen werden. Damit werden auch die Augen um dem Trieb mit entfernt. Die Risswunden verheilen schnell.
    Der Baumschnitt von Mitte August bis zum Blattfall
    Im Spätsommer sondern die Blätter einen Hemmstoff ab, der den Austrieb der neu angelegten Knospen verhindert. Wird ein Birnbaum zu zeitig geschnitten, entstehen lange Neutriebe ohne Blütenknospe. Sie sind im Winter nicht genügend ausgereift und erfrieren sehr schnell. Der schwache oder ganz ausbleibende Austrieb ab dem 20. August kann genutzt werden, um zu stark wachsende Bäume zu beruhigen. Stark wachsende steile Triebe werden auf schwächeren abgesetzt und so die Wuchskraft auf viele schwache Triebe verteilt. Der Baum setzt Blüten an und die Krone wird über die Jahre dichter, der Wuchs mäßig gebremst. Der sogenannte „Augustschnitt“ ist auch bestens geeignet, zu hohe Kronen herunterzusägen. Der Kopf des Baumes wird im Folgejahr nicht wie ein Besen aussehen, sondern sehr bald kurzes, kräftiges Fruchtholz bilden.
    Der Baumschnitt von November bis Januar
    In den letzten Wochen vor dem Vegetationsende ziehen die Bäume Nährstoffe aus den Blättern in die Knospen zurück. Äußerlich ist dieser Vorgang als Blattfärbung zu erkennen. Nach dem Blattfall im November sind die Knospen in tiefer Winterruhe, aus der sie erst das folgende Frühjahr herausholen kann.
    Der Schnitt kurz nach dem Blattfall schwächt die Nährstoffreserven nicht und im folgenden Frühjahr treiben die Bäume sehr stark aus. Der Zeitraum ist deshalb besonders geeignet, um vergreiste Bäume mit geringen Neuwuchs und kleinen Früchten zu verjüngen. Zu beachten ist allerdings stets, dass das Infektionsrisiko mit Pilzerkrankung im November / Dezember sehr stark ist. Der Wundverschluss ist in dieser Zeit besonders dringend notwendig.